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Gesundheit

Mittagstief überwinden: Das hilft gegen Müdigkeit nach dem Essen

  • Veröffentlicht: 12.03.2024
  • 11:20 Uhr
  • Chris Tomas

Nach dem Mittagessen fühlst dich antriebslos und müde? Dann hat das berüchtigte Mittagstief zugeschlagen. Doch woher kommt das und lässt es sich vermeiden?

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Mittagstief: Das Wichtigste zum Thema

  • Mittagstief, Schnitzelkoma: Die Müdigkeit, die viele Menschen nach dem Mittagessen überfällt, hat viele Namen. Fachleute sprechen von Postprandialer Somnolenz.

  • Meist tritt das Leistungsloch zwischen 12 und 15 Uhr auf. Schuld sind unsere innere Uhr, die den Schlaf-wach-Rhythmus regelt und unsere Verdauung, die Kraft kostet.

  • Mit ein paar Tricks lässt sich das Mittagstief ausbremsen. So sorgen unter anderem proteinreiche Gerichte und Bewegung dafür, dass du dich schneller wieder fit fühlst.

Wie äußert sich ein Mittagstief?

Klassische Symptome eines Mittagstiefs sind:

Müdigkeit: Du fühlst dich schlapp und antriebslos, musst vermehrt gähnen, würdest dich am liebsten einfach hinlegen.

Konzentrations-Schwierigkeiten: Du wirst unaufmerksam, deine Gedanken gehen auf Wanderschaft und hast Probleme, bei der Sache zu bleiben.

Nachlassende Produktivität: Du hast das Gefühl, nur mit halber Leistungskraft unterwegs zu sein, bist unmotiviert. Unlust nimmt zu.

Naschlust: Der Körper verlangt nach Energie. Du kriegst Heißhunger auf Süßigkeiten.

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Das Mittagstief und seine Ursachen: Warum werden wir müde?

Dass wir um die Mittagszeit herum in ein Loch fallen, hat mehrere Gründe. Einer ist unsere innere Uhr. Sie ist so eingestellt, dass wir zwei Leistungshochs am Tag haben: eines am Morgen bis zum späten Vormittag, das andere am späten Nachmittag und Abend. Dazwischen – also einmal mittags und einmal in der Nacht – sinkt die Energiekurve. Wann genau, kann individuell verschieden sein; diese Schwankungen aber hat jeder Mensch. Fachleute nennen das "Circadiane Rhythmik".

Ein zweiter Grund ist unsere Verdauung. Nach dem Mittagessen, bei viele Menschen die üppigste Mahlzeit des Tages, leistet der Körper Schwerstarbeit. Magen und Darm müssen die Nahrung in ihre Einzelteile zerlegen und verwerten. Das kostet Energie, insbesondere nach schweren oder kohlenhydratreichen Speisen, die dann an anderen Stellen fehlt. Das Blut fließt vom Gehirn weg zu den Verdauungs-Organen. Dadurch sinkt der Blutdruck, und Müdigkeit macht sich breit.

"Food-Koma": Nach einer ausgiebigen Mahlzeit ist man müde oder schlapp wird. Das passiert, weil der Körper viel Energie für die Verdauung braucht.
"Food-Koma": Nach einer ausgiebigen Mahlzeit ist man müde oder schlapp wird. Das passiert, weil der Körper viel Energie für die Verdauung braucht.© Getty Images

Was hilft gegen das Mittagstief – und was nicht?

Powernap: Ein kurzes Nickerchen tut dem Körper gut. Nur länger als 20 Minuten sollte der Mittagsschlaf nicht dauern, sonst wird es schwer, nach der Siesta wieder in Gang zu kommen.

Gedankenpause: Wenn du dich nirgendwo hinlegen kannst, dann such dir ein gemütliches Plätzchen und lass deine Gedanken zehn Minuten lang schweifen. Wenn du kannst, mach die Augen zu. Nicht aufs Handy schauen – das Gehirn braucht jetzt eine Pause.

Bewegung: "Nach dem Essen sollst du ruh’n … oder tausend Schritte tun": Diese Volksweisheit stimmt tatsächlich. Dreh nach dem Mittagessen eine Runde an der frischen Luft, das bringt den Kreislauf und den Stoffwechsel auf Touren. Darüber hinaus schenkt das Licht Energie.

Kaffee: Auch ein Kaffee nach dem Essen tut gut. Die Wirkung des Koffeins setzt nach etwa 15 bis 30 Minuten ein; Profis machen genau in dieser Zeit ihr Nickerchen. Am besten trinkst du den Kaffee vor 15 Uhr, damit dich das Koffein nicht auch noch am Feierabend wachhält. Aufgepasst: Wer ohnehin mehrere Tassen am Tag trinkt, wird von einem Extra-Koffein-Kick nach dem Essen wenig spüren. Also lieber richtig dosieren!

Duftöle: Auch ätherische Öle wie etwa Pfefferminz- oder Zitronenöl haben belebende Effekte. Am besten träufelst du einige Tropfen auf ein Stofftaschentuch und schnupperst daran.

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Wie kann ich das Mittagstief vermeiden?

Wer seinen Arbeitstag selbst planen kann, sollte ihn an seinen persönlichen Rhythmus anpassen. Das bedeutet: Aufgaben, die volle Konzentration erfordern, lieber im Laufe des Vormittags erledigen und den frühen Nachmittag für anspruchslose Tätigkeiten nutzen.

Greif mittags nicht zu schwer verdaulichen oder kohlenhydratlastigen Gerichten. Besser sind leichte, proteinreiche Speisen wie Fisch, mageres Fleisch, Tofu, Eier, Milchprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Bohnen, dazu gedünstetes Gemüse oder ein Salat. Auch zu stark gesalzen sollte deine Mahlzeit nicht sein.

Wenn sich die Naschlust meldet, iss lieber Obst als Schokolade, Kekse oder Kuchen. Denn die Süßigkeiten  lassen den Blutzucker-Spiegel rapide ansteigen und genauso schnell wieder abfallen. Die Folge: Du fühlst dich erst recht schlapp.

Achte außerdem auf ausreichend Erholung in der Nacht: Wer ohnehin unter Schlafmangel leidet, spürt das Mittagstief besonders stark.

Häufige Fragen zum Mittagstief

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