Anzeige
Problem wird behoben

Apple-Diktierfunktion mit Fauxpas: "Rassist" wird als "Trump" transkribiert

  • Veröffentlicht: 26.02.2025
  • 13:40 Uhr
  • Claudia Scheele
Für den iPhone-Konzern geht es in Karlsruhe um eine wichtige Einordnung. (Archivbild)
Für den iPhone-Konzern geht es in Karlsruhe um eine wichtige Einordnung. (Archivbild)© Sven Hoppe/dpa

Kurzzeitig wurde bei dem Wort "Rassist" das Wort "Trump" in der Diktierfunktion von iPhones angezeigt. Apple arbeitet an einer Lösung des Problems.

Anzeige

Inhalt

Die Diktierfunktion von Apple leistete sich einen Fauxpas: iPhone-Nutzer:innen war aufgefallen, dass das Wort "Rassist" kurzzeitig mit "Trump" transkribiert wurde. Ein Video dazu ging bei TikTok viral. "Uns ist ein Problem mit dem Spracherkennungsmodell bekannt, das hinter Dictation steckt, und wir führen heute eine Lösung ein", sagte ein Apple-Sprecher gegenüber dem Portal "Deadline".

Anzeige
Anzeige
Donald Trump, Wladimir Putin, Olaf Scholz

Immer frisch, immer aktuell! News aus Deutschland und der Welt

KOSTENLOS auf Joyn: Die neuesten Videos zu News und Hintergründen jetzt streamen!

Phonetische Ähnlichkeit Grund für Fauxpas

Hintergrund des Problems scheint eine phonetische Ähnlichkeit der Wörter zu sein. Apple gibt an, dass dieser Fehler auftritt, wenn Benutzer:innen Wörter diktieren, die den Konsonanten "R" enthalten. Manchmal können bei der Analyse von Spracherkennungsmodellen Wörter angezeigt werden, die phonetisch vertraut klingen, bevor die richtigen Wörter identifiziert werden, so Apple.

US-Präsident Donald Trump hat des Öfteren für Schlagzeilen gesorgt mit vermeintlich rassistischen Kommentaren. Seit seiner Amtseinführung Ende Januar hat er außerdem Änderungen im Umgang mit Migrant:innen angekündigt und begonnen, gegen Diversitäts-Programme vorzugehen, die in den USA unter der Abkürzung DEI (Diversity, Equality and Inclusion) bekannt sind. Ein Argument ist, durch die Bevorzugung einiger Bevölkerungsgruppen würden andere wiederum benachteiligt. Trump, seine Minister und auch Tech-Milliardär Elon Musk behaupten, durch solche Initiativen leide die Kompetenz. Belege dafür gab es bisher nicht.

Anzeige
Anzeige

Weiterhin Diversitäts-Programme bei Apple gefördert

Während Trump und seiner Vertrauten sich also auf einem Feldzug gegen Diversitäts-Programme befinden, steht Apple dem entgegen. Auf der Hauptversammlung des iPhone-Konzerns wurde die Forderung abgelehnt, Diversitäts-Programme zurückzufahren. Apple-Chef Tim Cook kündigte zugleich an, dass ein veränderter rechtlicher Rahmen Anpassungen an den Initiativen für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion erforderlich machen könnte.

Nach zum Teil auch juristischem Druck entschieden sich viele US-Unternehmen, ihre Diversitäts-Programme einzustampfen oder zurückzufahren. Darunter sind Tech-Schwergewichte wie Google und der Facebook-Konzern Meta. Andere - wie die Fluggesellschaft Delta Air Lines oder der Einzelhändler Costco - halten daran fest.

Anzeige
Anzeige

Cook betont Apples "einzigartige Kultur"

Apple hatte die Aktionäre dazu aufgerufen, gegen den Antrag zur Abschaffung der DEI-Programme zu stimmen. Der Vorstoß kam von einem konservativen Think-Tank, der mit rechtlichen Risiken durch die Initiativen argumentierte. Apple konterte, der Vorschlag sei ein unzulässiger Eingriff ins Tagesgeschäft des Unternehmens. Der Konzern habe zudem eingespielte Verfahren, um rechtliche Risiken zu minimieren.

Anzeige

Cook betonte, Apple habe nie Quoten gehabt und verwies auf die "einzigartige Kultur" die den Konzern zu dem gemacht habe, was er sei. Zugleich werde man möglicherweise Änderungen vornehmen müssen, wenn sich die juristische Landschaft ändere.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
Alle :newstime-Sendungen finden Sie jederzeit kostenlos auf Joyn
:newstime vom 26. Februar 2025 | 18:00
Episode

:newstime vom 26. Februar 2025 | 18:00

  • 12:04 Min
  • Ab 12
Mehr News und Videos