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Nach Skandal um Signal-Sicherheitslücke

Für Regierungsarbeit: Trump-Berater Waltz nutzt offenbar Gmail

  • Aktualisiert: 02.04.2025
  • 04:16 Uhr
  • Franziska Hursach

Nach der Signal-Chat-Affäre gerät Trumps Sicherheitsberater Mike Waltz erneut unter Druck - diesmal wegen der Nutzung des unsicheren E-Mail-Dienstes Gmail für sensible Regierungsinformationen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trumps Sicherheitsberater Mike Waltz soll statt verschlüsselter E-Mails den unsicheren Dienst Gmail genutzt haben, auch für nicht unbedenkliche Informationen.

  • Einem Bericht der "Washington Post" zufolge ließ Waltz seinen offiziellen Terminkalender und andere Arbeitsdokumente an sein privates Mail-Konto schicken.

  • Sein Mitarbeiter soll sich außerdem über militärische Stellungen und Waffensysteme per Gmail ausgetauscht haben.

Mike Waltz, der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, gerät nach der Affäre um den geheimen Signal-Gruppenchat weiter unter Druck. Ein Bericht der "Washington Post" wirft nun neue Fragen auf: Demnach soll Waltz in bestimmten Fällen statt verschlüsselter E-Mails den Google-Dienst Gmail genutzt haben.

Donald Trump, Wladimir Putin, Olaf Scholz

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Die Zeitung verwies darauf, dass Gmail deutlich unsicherer für Regierungsinformationen sei als die verschlüsselte Messenger-App Signal, über die führende Regierungsmitglieder einen Angriff auf die Huthi-Miliz im Jemen abgesprochen hatten.

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Gmail statt verschlüsselter Kommunikation

Ein ranghoher Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats (NSC), der unter Waltz arbeitet, soll über Gmail mit anderen Regierungsbehörden kommuniziert haben. Dabei seien sensible Themen wie militärische Positionen und Waffensysteme in einem laufenden Konflikt besprochen worden, so die "Washington Post".

Auch Waltz selbst soll über sein privates Gmail-Konto Informationen verschickt haben. Zwar habe er dabei keine streng geheimen Inhalte weitergegeben, aber dennoch nicht unbedenkliche Details wie seinen Terminplan oder Arbeitsdokumente. Die "Washington Post" beruft sich dabei auf ungenannte Quellen innerhalb der Behörde und gibt an, entsprechende E-Mails teilweise vorliegen zu haben.

Versehentliche Einladung eines Journalisten in Signal-Chat

Bereits zuvor hatte Waltz zugegeben, dass er es war, der versehentlich den "Atlantic"-Chefredakteur Jeffrey Goldberg in die geheime Signal-Gruppe zum Jemen-Angriff eingeladen hatte. Goldberg hatte die Chats dann öffentlich gemacht.

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Öffentlich hatte sich Trump zwar hinter die Mitglieder der Chatgruppe gestellt, doch laut einem Bericht der "New York Times" sei seine Unterstützung für Waltz nicht so eindeutig, wie es den Anschein habe. Intern soll Trump Berater gefragt haben: "Soll ich ihn feuern?"

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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