Russischer Angriffskrieg
Trump gibt Selenskyj Mitschuld am Krieg: "Er hätte das nicht zulassen dürfen"
- Aktualisiert: 24.01.2025
- 04:29 Uhr
- dpa
Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kritisiert und ihm eine Mitschuld an den Eskalationen des russischen Angriffskrieges zugeschrieben.
Das Wichtigste in Kürze
Trump wirft Selenskyj vor, den Krieg gegen Russland nicht verhindern zu haben, obwohl er den deutlich überlegenen Gegner wusste.
Er suggeriert, dass ein "Deal" mit Russland statt des militärischen Widerstands möglich gewesen wäre.
Trump wiederholte seine Behauptung, den Krieg in 24 Stunden beenden zu können, und kündigte erneut Sanktionen gegen Russland an.
Der neue US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Mitschuld an den Auswüchsen des russischen Angriffskrieges gegeben. "Er hätte auch nicht zulassen dürfen, dass dies geschieht. Er ist kein Engel. Er hätte diesen Krieg nicht zulassen dürfen", sagte Trump dem Sender Fox News in einem Interview.
Trump sagte nicht, dass Selenskyj hätte kapitulieren sollen. Er formulierte es aber wie einen Vorwurf an den Präsidenten, dass dieser sich auf den Kampf gegen einen deutlich überlegenen Gegner eingelassen habe.
Er hätte das nicht tun sollen.
Donald Trump
Trump: Selenskyj wollte kämpfen
Die Alternative? Man hätte einen "Deal" machen können, sagte Trump und fügte hinzu: "Ich hätte so einfach einen Deal machen können. Und Selenskyj hat entschieden, dass... 'Ich will kämpfen'."
Russland habe 30.000 Panzer gehabt, Selenskyj keinen einzigen. Dann hätten die USA und die Verbündeten angefangen, immer mehr Ausrüstung zu liefern - und die Ukrainer hätten den Mut gehabt, diese zu nutzen.
Trump hatte im Wahlkampf gesagt, er könne den russischen Angriffskrieg in 24 Stunden beenden - blieb aber Details schuldig, wie er das erreichen wollte. Er wiederholte, der Krieg müsse enden, und drohte Russland erneut mit Sanktionen und Zöllen. Selenskyj sei bereit für ein Abkommen. "Er hat genug."